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Und warum Leopoldshagen ?

Der alte Dessauer hatte einen Sohn, den Prinzen Leopold Max von Anhalt-Dessau, der Feldmarschall des großen Preußenkönigs gewesen ist, von dem man sich erzählt, daß er sich absolut nicht mit dem Feldmarschall von Schwerin vertragen konnte, da einer in dem andern einen Nebenbuhler sah. Nach diesem Leopold ist Leopoldshagen genannt worden.

       Der Anklamer Stadtchronist Stavenhagen war wohl scheinbar nicht ganz mit der Gründung dieses Ortes einverstanden, denn wir lesen da: „Die Kämmerei hat hierdurch ein Landgut mehr erhalten, aber auch einen Eichenwald und seine Einkünfte aus der Eichelmast verloren; sie hat in der Tat mehr verloren als gewonnen.“

       Wir möchten bei dieser Gelegenheit auch einen alten Chronisten zitieren, der im Jahre 1782 durch den Kreis Anklam gereist ist, es ist der dänische Kammerherr Friedrich von Buchwald auf Gudumland in Jütland, seines Zeichens selbst ein Landwirt, der seine Reise in Dänisch veröffentlichte, die dann 1786 auch in Deutsch herauskam.

Das Buch nennt sich : „Oeconomische und statistische Reise durch Mecklenburg, Pommern, Brandenburg und Holstein.“ Buchwald ist für seine Zeit eine Art Reporter gewesen, denn er hat sich überall befragt und seine Auskünfte genauestens verzeichnet.

So lesen wir da nun von ihm über Leopoldshagen: „Eine Meile diesseits Ueckermünde kamen wir durch Leopoldshagen, ein Dorf, daß auf königlichen Befehl in einem der Stadt Anklam zugehörigen Tannenwalde angelegt worden ist es besteht aus

       30 Bauernhöfen,

von denen der Prediger einen hat. Diese liegen alle in einer Reihe auf der einen Seite des Weges, und auf der anderen Seite wohnen die Käthner. Die Felder dieser Leute ausgenommen, wird hier nur schlechtes Korn gebaut. Man beklage nicht nur, daß die Einkünfte davon nicht die Zinsen des Hauptstuhls, welcher auf die Anlage verwandt war, eintrügen, sondern, daß noch überdies die Einkünfte der Stadt Anklam aus dem Walde sehr vermindert würden, teils, weil die Bauern in diesen leichten Erdreiche keine andre Art von Zäunen machen könnten als von Brettern und Stangen aus dem Walde, teils, weil das Erdreich, welches ist gegen seine Natur zum Kornbau gezwungen wird, vorzüglich zur Tannenwaldung geschickt ist, die jedes 90. Jahr gehauen werden.“  Das

       Schulwesen

Muß im 18. Jahrhundert hier im Argen gewesen sein, denn wie wir aus dem Jahre 1768 hören, konnte sich der Lehrer von seinem Schulgeld nicht ernähren und mußte nebenbei ein Handwerk treiben.

       Bekannt genug ist, daß sich bei Leopoldshagen ein Walderholungsheim befindet.

Erwähnen wollen wir noch, daß bei dem Dorfe um 1740 herum, als also Leopoldshagen noch nicht errichtet war,

       die letzte Wolfsjagd

stattgefunden haben soll. Und zwar geschah die Erlegung des Raubtieres durch den Bugewitzer Förster Peters, der bei Bugewitz auch den letzten Bären geschossen hat.

       Zum Abschluß folgen noch die am meisten in Leopoldshagen  vorkommenden Familiennamen; es sind die Namen : Albrecht, Behr, Brüsch, Götz, Grewe, Hagemeister, Holz, Hörning, Ketelböter, Lange, Müller, Otto, Rieck, Rohloff, Schmidt, Schröder, Schulz und Wegner.“

 Qu.: Die Original-Zeitung um ca. 1930 liegt im Heimatmuseum Anklam.

 

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