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„L e o p o l d s h a g e n ,  K r e i s  A n k l a m” :

        Das jüngste Dorf im Kreise hat alle andern an Einwohnerzahl überflügelt und ist das größte geworden. Vor langen Jahren hat in der Gegend ein Dorf Grüneberg bestanden, welches bei Bugewitz und Heidemühl inmitten großer Eichwaldungen lag. Wann, wie und warum der Ort verschwunden ist, darüber läßt sich nichts sagen. Da befahl im Jahre 1748 der König Friedrich II ., „weil Se. Königliche Majestät die  wüsten Feldmarken lieber von Menschen als  wilden Tieren bewohnt wissen wollte“ , den Wiederaufbau des untergegangenen Ortes. Deshalb berief der Magistrat von Anklam 30 Familien in Land, schenkte ihnen das auf den Stadteigentumsgrenzen neben dem Baneel stehende Holz in der Gegend des ehemaligen Dorfes Grüneberg, um sich daselbst anzubauen, das Land urbar zu machen und nach Ablauf gewisser Freijahre einen jährlichen Zins zu 50 Taler von jedem Hofe an die Kämmereikasse zu zahlen. Abholzung und Aufbau begannen 1748 und waren 1752 vollendet. Auch für eine Kirche sorgte der König. Er begnadigte die Kolonie mit einer Kirchenlollekte durch alle Königlichen Provinzen, von deren Ertrage der Bau von 1754 - 1755 bestritten wurde, so daß die Kirche am 20. Trinitatissonntage 1755 feierlich eingeweiht werden konnte. Die Pfarrstelle wurde erst 1763 eingerichtet, nachdem die Kirche bis dahin von Bargischow und Kagendorf mit verwaltet war.  Friedrich II. nannte den neuerstandenen Ort Leopoldshagen zu Ehren des Feldmarschalls Prinzen Leopold Max von Anhalt, des zweiten Sohnes des „alten Dessauers“. Der Chronist der Stadt, Stavenhagen, scheint mit der Gründung des Dorfes nicht einverstanden und schreibt murrend: „Die Kämmerei hat hierdurch ein Landgut mehr erhalten, aber auch einen Eichenwald und seine Einkünfte aus der Eichelmast verloren; sie hat in der Tat mehr verloren als gewonnen.“ Aber wenn er heute das Dorf sähe, das sich zum größten des Kreises entwickelt hat, so würde er auch zugeben, daß es besser ist, wenn die wüsten Feldmarken lieber von Menschen als von wilden Tieren bewohnt werden. (Auf ähnliche Weise ist Kalkstein entstanden, das im Jahre 1749 angelegt und nach einem Lieblinge des großen Königs, Generalfeldmarschall v. Kalckstein benannt wurde.)

                                                                                              M. Sdr.

 

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