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Aus dem Buch: „ Der Anklamsche Kreis“

        „L e o p o l d s h a g e n , im östlichen Kreistheile, 2 Meilen von Anklam gegen Südosten, 1 Meile von Ukermünde nordwestwärts, und ¼ Meile von dem gegen Norden gelegenen Haff, auf der alten Land- und Poststraße von Anklam nach Ukermünde; ein Dorf von 30 Kolonisten- und vielen anderen kleinen Besitzungen, mit Einschluß des Schulzen- und Prediger-Hofes, so wie der Stellen von 5 Windmühlen-Besitzern, hat 5 öffentliche Gebäude , nämlich, außer der Kirche, 2 Schulhäuser, 1 Gemeinde- und 1 Armenhaus, so wie 316 Privatgebäude, darunter 104 Wohnhäuser (mit Einschluß von Kuhlerort, Mörkerhorst und Zartenstrom, und ohne diese) 1069 Einw. In 218 Haushaltungen, darunter die des Predigers, zweier Schullehrer, einer Hebamme und eines Heilgehülfen: so wie 281 schulpflichtige Kinder im Alter von 5 – 14 Jahren und 2 Frauen im Alter von 80 – 90 Jahren. Zur hiesigen Mutterkirche sind, außer dem Dorfe Kalkstein die Holländerei Kuhlerort und die Förstereien Mörkerhorst und Zartenstrom eingepfarrt, woher die dortigen Kinder nach Leopoldshagen  zur Schule gehen. Die Feldmark von Leopoldshagen  hat, nach dem Magistrats-Bericht einen Flächeninhalt von 3353 Mg. 75 Ruth.; dem Bonitiruns-Register zufolge beträgt das Areal aber nur 3326 Mg. 146 Ruth.; davon 41. 47 mit Hof- und Baustellen und Gärten bedeckt sind; 1158. 102 Ackerland: 865. 178 Roggen- und 292. 104 Sandboden; 1896. 30 Wiesen: 1389. 13 zwei- und 507. 17 einschnittige und Hütung; 130. 147 ertragloses Land. Viehstand: 97 Pferde, 370 Haupt Rindvieh, 87 Schafe, 185 Stück Borstenvieh und 102 Ziegen. Die Rechnung der Kirche für das Jahr 1861 gibt folgenden Anhalt: - Einnahme: Zinsen von, 733 Thlr. Kapital 23 Thlr. 20 Sgr. 5 Pf. ; Erbzins für 68 Ruth. des alten Begräbnisplatzes 3 Thlr. ; Pacht für 5 Mg. 105 Ruth. Kirchenacker und 2 Mg. 4 Ruth. Wiese 52 Thlr. 1 Sgr. ; sonstige Einnahme, als vom Geläute, dem Klingelbeutel, milden Gaben 18 Thlr. 27 Sgr. 4 Pf. ; Bestand aus der vorjährigen Rechnung  2 Thlr. 2 Sgr. 6 Pf. ; Zusammen 99 Thlr. 21 Sgr. 3 Pf. – Die Ausgaben betragen: Gehalt an den Prediger 34 Thlr. 15 Sgr. ; für Schreib-Materialen, dem Küster, Kirchenvorsteher, Brod, Wein 7. 27. 6.;Für Bau- und Reparaturkosten 5. 22. 9. ; allgemeine Unkosten 8. 12. 0. ; zusammen 56. 18. 3. ;- daher Überschuß der Einnahmen 43 Thlr. 3 Sgr. Unter dem Namen G r ö n e n b e r g, G r ö n b e r g, G r ü n b e r g, gehört Leopoldshagen , wie weiter oben gezeigt worden ist, zu den ältesten Besitzungen der Stadt Anklam. Nirgends findet sich ein Nachweis, wann, wie und warum der Ort Grönenberg eingegangen und seine Feldmark in Holzung umgewandelt ist. Allem Anschein nach ist es aber bald nach seiner Erwerbung Seitens der Stadt geschehen, denn nur unter dieser Voraussetzung konnte man im 18ten Jahrhundert von einem Eichen-Hochwald sprechen und sein Bedauern über dessen Abholzung ausdrücken, als der König-Herzog Friedrich II. den Wiederaufbaues untergegangenen Ortes anbefahl.  Der Magistrat berief 30 auswärtige Familien, überwies ihnen das auf den Stadteigenthums-Gränzen neben dem Baneel stehende Holz in der Gegend des ehemaligen Dorfes Grönenberg, um sich daselbst anzubauen und den Waldboden urbar zu machen, wogegen die Anbauer verpflichtet wurden , nach Ablauf gewisser Freijahre einen jährlichen Zins von 50 Thlr. Aus jedem Hofe an die Stadt-Kämmerei zu entrichten. Abholzung und Aufbau begann 1748 und waren 1752 vollendet. Dieser neuen Gemeinde stand in der ersten Zeit theils der Pfarrer von Kagendorf, theils und zwar vorzüglich der von Bargeschow vor. Die Kirche zu Leopoldshagen  wurde 1754 zu bauen angefangen und am 20. Trinitatis-Sonntage 1755 feierlich eingeweiht. Die Errichtung der neuen Pfarre geschah vom Rath der Stadt Anklam aber erst im Jahre 1763. Friedrich II. nannte den neuen Ort Leopoldshagen zu Ehren des Feldmarschalls Prinzen Leopold Max von Anhalt, eines der fünf Söhne des „Alten Dessauers.“ Leopoldshagen ist, es möge daran erinnert werden , nach Krien das volkreichste Dorf im Anklamschen Kreise, und in rascher Zunahme begriffen. 1837 gab es hier, mit Einschluß der Holländerei Kuhlerort und des Forsthauses Mörkerhorst, erst 1 Schulhaus, 71 Privat-Wohnhäuser, 3 Windmühlen und 646 Einw. in 104 Familien.“

 

 

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