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”EDICT,  Das Bey Strafe der Farre sich niemand unterstehen soll, Die gepflanzten Weiden-Maulbeer-Linden und andere dergleichen Nutzbare Bäume zu beschädigen.

De Dato Berlin, den 8. Octobris, 1731.

Alten-Stettin, Gedruckt bey Johann Friderich Spiegeln / Königl. Preußischen Pommerschen Regierungs-Buchdrucker.

                                                        F R W

       Nachdem Seiner Königlichen Majestät in Preussen u. Unserm allergnädigsten Herrn, allerunterthänigst hinterbracht worden, daß die auf Seiner Königlichen Majestät höchste O r d r e  im Lande gepflanzten Weiden-Maulbeer-Linden- und andere dergleichen nutzbare Bäume hin und wieder von liederlichen Leuten abgehauen und ruiniret werden: Als verordnenhöchstgedachte Seine Königliche Majestät hiermit, daß diejenigen, so den gepflanzten jungen Bäume vorsetzlich Schaden zufügen, wann sie darüber betreten werden, zur Festungs-Strafe  c o n d e m n i r e t  werden sollen. Wie dann insonderheit die Soldaten ernstlich verwarnet seyn sollen, diese jungen Bäume weder mit ihren Säbeln, noch sonsten auf einigerley Weise zu beschädigen, immassen wann ein oder der andere dabey betroffen, oder dessen überzeuget werden möchte, sofort angehalten, und an das Regiment worunter er gehöret, zur nachdrücklicher Bestraffung ausgeliefert oder angezeiget werden soll.

Und damit niemand sich mit der Unwissenheit entschuldigen könne, so soll dieses E d i c t  zu jedermanns Verwarnung an allen  p u b l i q u e n  Orten  affigiret, auch bey den Regimentern überall bekannt gemacht, und öffters daselbst wiederholet, nicht weniger vor den Kirchenthüren nach geendigtem Gottesdienst wenigstens alle Viertel Jahr den Gemeinden öffentlich vorgelesen werden.

       Uhrkundlich unter Seiner Königlichen Majestät eingenhändigen  Unterschrifft und beygedrucktem Königlichen Insiegel.

   Begeben zu Berlin, den 8ten Octobris 1 7 3 1 .

                                                                                     Fr. Wilhelm.

                                                       L S

F. W. v. Grumbtow. F. v. Görne. A. O. v. Viereck. F. M. v. Viebahn. F. W. v. Happe.

 

        „EDICT, Wegen Pflanzung Der Weiden- Und Obst-Bäume.

Sub Dato Berlin den 19ten Maji 1929.

Alten Stettin, Gedruckt bey Johann Friedrich Spiegel, Königl. Preußis. Pommers. Regierungs-Buchdrucker.

       Demnach Seine Königl. Majestät in Preussen, u. Unser allergnädigste Herr, die Pflanzung der Obst-Bäume und Weiden, auch andern nutzbaren Holtzes an Rüstern, Linden, Espen und dergleichen, in Dero Landen mit allem äussersten Fleisse befordert wissen wollen, auch deshalb hiebevor schon verschiedene heilsame Verordnungen ausgegangen sind; Die selbe aber mit besonderem Mißfallen wahrnehmen müssen, daß sowohl die Amts- als Städte-Unterthanen bis daher gar wenig dabey gethan haben, sondern vielmehr die gesetzten und gepfropften Stämme durch das Vieh wieder ruiniren lassen, ja gar die Ancken durch die Hirten-Jungen auch ander liederlich Gesindel freventlicher Weise abgeschlagen und weggehauen worden:

       Als wird den sämtlichen Amts-Dörfern auch Städte- Eigenthümern hiermit alles Ernstes anbefehlen, nicht nur die von den Beamten und Magistraten nach jeden Orts Beschaffenheit ihnen zu setzende Anzahl der Obst-Bäume und Weiden zur rechten Pflanz Zeit, und zwar an solchen Orten, wo sie bekleiben können, zu ancken und zu setzen, sondern auch bey selbigen, sonderlich wenn sie niedrig geancket sind, Pfähle oder Stangen einzustossen  und Dornen darum zu machen, nicht weniger zu Abhelffung des vielen Holtz-Ruins auf dem Lande, wo Zäune zu halten sind, lebendige Hecken anzulegen, und zu dem Ende tüchtige Graben zu machen, solche auch beständig zu unterhalten, mithin Dornen, Weiden oder junge Büchen auf die aufgeworffene luckere Erde stecken und pflantzen zu lassen.

       Würde nun bey der deshalb anzustellende  V i s i t a t i o n  jemand hierinnen säumig oder einige Ancken  r u i n i r e t  befunden werden , sollen die nachläßigen Wirte das künfftige Jahr noch viermahl so viel zu setzen und zu pflantzen  angehalten werden:

   Beamte und  M a g i s t r a t s-Personen aber haben hierauf alles Ernstes acht zu haben, daß die Unterthanen und Eigenthümer dem in allen gebührend nachleben, wie denn auch die  M a g i s t r a t e  entweder den Kämmerern, oder sonsten einer besondern Person aus ihrem Mittel, so sich am besten hier zu schicket, diese Aufsicht aufzutragen haben, damit hierunter nichts versäumet werden, wiedrigenfals sollen sowohl Beamte als M a g i s r r a t e  vor jeden Stamm, der an der geordneten Anzahl bey gehaltener Visitation fehlet, gleichergestalt viermahl so viel zur Strafe, wegen ihrer hierunter bezeigten Fahrlässigkeit, e x  p r o o r i i s  setzen und pflantzen.

       Damit auch niemand sich mit der Unwissenheit entschuldigen könne, so ist dieses E d i c t  i n  l o c i s  p u b l i c i s  zu  a f f i g i r e n , Schultzen und Gerichte in den Dörfern aber sollen auf ihre geleistete Eides-Pflicht, insonderheit dahin sehen, daß solchem überal gelebet, und die  C o n t r a v e n i e n t e n  sofort jeden Orts Obrigkeit angezeiget werden;   Immassen dann auch einen jeder  D e p a r t e m e n t s- und Steuer-Rath in dem ihm zugetheilten  D i s t r i c t  bey dessen Bereisung hierauf fleißig  Acht zu geben, und welchergestalt dieser Seiner Königl. Majestät ernsten Willens-Meinung ein schuldiges Genügen geleistet worden, genau zu untersuchen, auch jedesmahl eine e x a c t e  S p e c i f i c a t i o n  der gepflantzten Bäume und Weiden bey dem C o l l e g i o  abzugeben, das  C o l l e g i u m  aber ferner davon anhero an das  G e n e r a l- Ober – F i n a t z – Krieges- und  D o m a i n e n - Di r e c t o r i u m  zu berichten hat.

        Uhrkundlich unter Seiner Königl. Majestät höchsteigenhändigen Unterschrifft und beygedrucktem Königl. Insiegel.  Gegeben Berlin den 19ten Maji 1 7 2 9 .

                                                                                                                          Fr. Wilhelm.

F. W. v. Grumbkow. E. B. v. Creutz. C. v. Katsch. F. v. Görne. A. O. v. Viereck.“

 

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