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Kurze Zusammenstellung zu dem Thema; „ W o h e r k a m e n d i e S i e d l e r “ ?       Von Pfarrer Heinrich  Adamy, Leopoldshagen .

       Die Frage, woher die Siedler der Kolonisation im 18. Jahrhundert, die sich in der Gegend – d. h. hier speziell in Leopoldshagen und Kalkstein niedergelassen haben, kamen, darf nicht in Wiederholung umlaufender Gerüchte, sondern muß sachlich und nüchtern unter Heranziehung und in Auswertung der uns vorliegenden einschlägigen Listen beantwortet werden. Diese Listen sind erfreulicherweise  noch vorhanden und so eingehend, dass uns durch sie nicht allein über ihre Besitzverhältnisse und über ihre alte Heimat erschöpfend Auskunft gegeben wird. Bevor ich zu obigem Thema einige Angaben mache, möchte ich generell folgendes feststellen:

  1. Auf Grund der vorliegenden Unterlagen ist die Ansicht, die man vielfach vertreten findet, unzutreffend, dass diese Siedler aus der Pfalz oder gar aus Holland gekommen seien.
  2. Zu der Zeit, als diese Kolonisation erfolgte, verstand man unter dem Begriff „Ausländer“ schlechthin jeden  N i c h t p r e u ß e n .

In der Regel bezog sich diese Feststellung auf M e c k l e n b u r g e r bzw.
Einwohner von S c h w e d i s c h – P o m m e r n . 
Daher kommen auch – wie die Listen ausweisen – tatsächlich die meisten 
Siedlerfamilien. Das gilt sowohl für Leopoldshagen als auch für Kalkstein.

Es mögen nun noch einige spezielle Angaben zu unserem Thema folgen:

 1.  L e o p o l d s h a g e n

Die Liste, die fast vollständig aus dem Jahre 1752 stammt, zählt 30 Siedler und 30  
Häusler auf. Von den Siedlern stammen 29 aus Mecklenburg (mehrere aus Woldegk, 
andere etwa aus Sandhagen, Grubenhagen, Neubrandenburg), nur einer aus Schwedisch –Pommern. Unter den Namen finden sich solche, die auch heute noch hier zu finden sind, wie etwa Bähr, Wagner, Krüger und vor allem Hagemeister. Aus Schwedisch-Pommern stammt Johann Wessel. Bei den Häuslern liegen die Dinge nicht viel anders, doch ist hier das schwedisch-pommern Element stärker vertreten. Bekanntere Namen sind hier etwa Roloff und Kleinschmidt.

       2.  K a l k s t e i n

Diese Liste (auch von 1752) umfasst 12 Siedlerfamilien.
Hier stammt – im Gegensatz zu Leopoldshagen – die überwiegende Mehrzahl 
aus Schwedisch-Pommern (10), nur 1 aus Mecklenburg und ein weiterer ist ein Landeskind (Preuße). Vielleicht interessiert auch noch die damalige Gesamteinwohnerzahl (1752) von Leopoldshagen bzw. Kalkstein. Während nach der vorliegenden Liste in Leopoldshagen 179 Personen ansässig sind, zählt Kalkstein 66 Einwohner. 

 

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