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Kirchenmatrikel  der  Gemeinde   L e o p o l d s h a g e n   und   K a l k s t e i n   1 7 6 3 :

„Kirchen-Matrricul

Im Stadtdorf Leopoldshagen  und der eingepfarrten Gemeinde Kalkstein wie solche vom Magistrat der Stadt Anclam Ao. 1763 den 30 July verfasset hiernegst secundum montia Ceverendissimi Consistorii abgeändert worden.

Im Jahre 1748 haben Seine Königliche Majestät in Preußen, Unser aller gnädigster Landesherr Fridericus II. der allerhöchst befohlen auf der Anclamschen Stadtheyde und in denen Gräntzen der sogenannten Schwalcken Heide zwei Colonien von Außländern anzusetzen welche Sache denn auch um Trinitatis 1749 den Anfang genommen und durch Fortsetzung der Rohdung dergestalt von Statten gegangen dass auf Betreib des Magistrats unter Direction des dahmaligen Camerary und nunmehrigen Land – Raths Herrn Grischow und unter Mitaufsicht des damahligen Bürgerworthalters und nunmehrigen Stadtsyndici Otto, a:, auf der Hohen Heyde ohnweit dem sogenannten Kamp Grünberg, woselbst in alten Zeiten, nach dem Donations Instrument de Ao. 1331 eine Dorf Stelle gewesen, so den Nahmen Grünberg geführet, ein Ansatz von 30 Haupt Wirthen alß Halb Bauren, und bald nachhin daselbst annoch der Anbau a 30 Häußlerbewürcket worden, deßgleichen, dass b:auf der Schmahlen Heyde 12 Familien alß Koßathen angesetzet worden, mittelst stipulierung eines Jährlichen Canonis:da denn der erste Ort den Nahmen Leopoldshagen  bekommen letzterer hingegen mit dem Nahmen Kalkstein belegt worden, welche beide Colonien derzeit die Anweisung erhalten, im Stadtdorf Buggewitz bis aif weitere Veranstaltung, den Gottes – Dienst mit abzuwarten, nachdem mit dem Pastore zu Ducherow H. Michaelis solcher Seelen Cur halber eine speziale Convention getroffen und sowohl intuitu des MeßKorus alßauch der Accidentien und des sonstigen Jahr. Geldes halber ein Vergleich in curia gestiftet, anbey ein besonderer Küster zu Leopoldshagen  bestellet worden. Bey Gelegenheit von der von Sn. Hochfürstlichen Durchlauchten Fürst Moritz Anhalt Dessau in Ao. 1750. Mense Decembris vorgenommenen Bereysung sothaner beyder RodeOrter, und da der Cunct wegen Ansetzung oberwehnter 30 Häußler im Dorffe Leopoldshagen, regulieret worden, ist die Erbauung einerordentlichen Kirche, in jetzt bemeldetem Dorffe Leopoldshagen , von denen Colonisten inständigst argieret worden, weil Buggewitz zu weit abgelegen, und die Abwartung des GottesDienstes, beyden Colonien sehr beschwerlich gefallen, welcher Vortrag denn auf abgestatteten Bericht, an Sn. Königliche Majestät den erwünschten Effect gehabt, dass hochgedachte Sn. Königliche Majestät in Erbauung einer Lutherischen Kirche zu Leopoldshagen  die gnädigste Einwilligung gegeben, vorerst denn allendlich auf Magistratus alleruntertänigst Vorstellung es soweit gediehen, dass mittelst Cabinetts Ordre de dato Potsdam den 29. April 1751 zum Bau sothaner Kirche, nicht nur 450 Stück Bau Holtz aus königlichen Geforsten ohnendgeldlich gereichet, sondern auch dabeneben in allen Königlichen Provintzien eine allgemeine Hauß und Kirchencollecte veranlasset worden, wodurch nach und nach auf die Jahre 1752, 1753 u. 1754 eine Summa von 2508 Rthlr. 16 Grs 9 1/5 pf baar eingegangen, so Dn: der Cammerarius Doctor Schütt, zum Betrieb des KirchenBaues in Enpfang genommen, und mit solchem Bau Ao. 1754 den Anfang gemacht, nachdem die Mitte der DorfsStraße zur BauStelle ausgesetzet worden, da es denn soweit gediehen, dass solche Kirche nach völlig geendigtem Bau am 20. Sonntage nach Trinitatis 1755 zu Haltung des ordentlichen Gottes Dienstes, durch den Prositum Synodi Anclamensis Ehren Hasselbach solenni modo eingeweyhet, anbey zwey Vorsteher aus beyden Colonien angesetzet werden, wogegen die interims Seelen Cur, anfänglich dem Pastori des StadtDorfs Bargischow H. Witton, nachhin aber dessen Substituto in der Pfarre H. Magister Weißenborn übertragen worden, biß endlich unter Aprobation der Königlichen Hochpriesterlichen Krieges und DomainenKammer zu Stettin, und der Königlichen-

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