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Die Entstehung von Leopoldshagen  und seine historisch – geographische Entwicklung: 1

Bollnow (1940, 2. Februar) unterscheidet drei große Siedlungsperioden im norddeutschen Raum:

a)     Die slawische Periode (etwa 700 – 1200); in dieser Zeit entstand unter anderem auch das wendische Dorf Doblewitz.

b)     Die deutschen Kolonisation, die um 1230 eingesetzt und im 14. Jahrhundert endet. Jetzt wurde aus dem wendischen Dorf Doblewitz das deutsche Mönkebude. Etwa 6 km weiter westlich entstand das Dorf Grünberg (Grönenberg / Grünenberg).

c)      Die neuzeitlichen Kolonisten, besonders des 18. Jahrhunderts. Nach 1740 erfolgte die Ansiedlung auf Staatsdomänen. Der König veranlasste die Grundherren und die Städte, Siedlungsland zur Verfügung zu stellen.

Doch nun zurück zum schon erwähnten Ort Grünberg.

Noch vor 1618 wurde es angeblich durch einen Brand vernichtet. Angeblich deshalb, weil andere Quellen (u.a. Berghaus 1865, S. 280) davon sprechen, dass es keinen Nachweis gäbe, wann dieses Dorf eingegangen ist und seine Feldmark in Holzung umgewandelt wurde. Später entstand dann hier im Laufe der Zeit ein prächtiger  Eichenwald inmitten einer wüsten Bruchwaldgegend, der wahrscheinlich von der Stadt Anklam angelegt wurde, der dieses Gebiet angehörte. Ende des 17., zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde es wieder lebendig; das wertvolle Eichenholz wurde überall begehrt, und auch die Eicheln selbst waren ein beliebtes Futtermittel zur Schweinemast und zogen viele Sammler an. So ist es zu verstehen, dass die Stadt Anklam ihr Bedauern über die Abholzung des Waldes ausdrückte, als Friedrich II. den Wiederaufbau des untergegangenen Dorfes befahl. Während der unter c) angegebenen Siedlungsperiode erließ dieser am 4. Februar 1748 eine Order zur Bewohnbarmachung dieses Gebietes. Der damalige Landesbaumeister Knüppel fertigte einen Plan für diese Kolonie an, und dann kamen die vom Magistrat der Stadt Anklam angeforderten 30 ausländische Kolonistenfamilien. Davon waren 29 aus Mecklenburg – Strelitz und eine aus Schwedisch – Pommern. Diese wurden dann verpflichtet, nach Ablauf von 12 Freijahren einen jährlichen Zins von 50 Talern aus jedem Hofe an die Anklamer Stadtkämmerei zu entrichten. Jeder Anbauer erhielt 70 Morgen und sollte nach einem genauen Plan auf eine bezeichnete Stelle zum gleichen Zeitpunkt ein Wohnhaus, Stall und Scheune errichten. Als am 5. Dezember 1750 Prinz Moritz von Dessau im Auftrage des Königs den Stand der Arbeiten besichtigte, wurde die Bitte vorgebracht, zum gleichen Zeitpunkt auch eine Kirche zu errichten. Die Bauern verpflichteten sich, auf der gegenüberliegenden Seite der Dorfstraße 30 kleinere Häuschen aus eigenen Mitteln zu bauen, damit der König dort weitere Kolonisten ansiedeln könne. Friedrich II. bewilligte Bauholz und ließ auch in allen preußischen Gemeinden eine Sonntagskollekte ausschreiben, Die dabei gespendeten 2.504 Taler reichten zum Bau, welche in der Mitte des Dorfes erbaut wurde. Abholzung und Aufbau des Dorfes begannen zu Beginn des Jahres 1749 (Brüggemann 1729, S. 9). Am 1. November 1752 wohnten hier 39 Familien (nach Hesse, 1912, S. 117), also mussten noch 21 Familien angesiedelt werden. Das Dorf hieß zu dieser Zeit schon Leopoldshagen  „zu Ehren des Feldmarschalls Prinz Leopold Max von Dessau – Anhalt, einen der 5 Söhne des „Alten Dessauers“ (der dritte Sohn)“ (Berghaus 1865, S. 281). Am 21 Juni 1755 erfolgte dann die offizielle Gründung des Ortes.

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