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Ein Auszug aus dem Sterberegister der Kirchengemeinde Ducherow für das Jahr 1748.

Der dortige Pastor stellt an das Ende der Liste in der Rfarre zu Ducherow im Jahre 1748 Verstorbenen folgende Sätze:

Durch die wunderbare Schickung des Allerhöchsten geschieht es, dass da unser allgröster König Friedrich II v. Preußen, Herzog in Pommern, in unserm Vaterlande alle Wüsteneien wieder aufbauen und mit Einwohnern besetzen will; auch die große Ancl. Heyde gerohdet und in der selben zwey Dörffer sollen angeleget werden. Und da solches mit allem Ernst getrieben wird, und zwar auf der Buggevitzer Feld - Marcht, so wird hiesige Pfarre dadurch, mit göttl. Hülffe einen großen Zuwachs bekommen. Indem in dem großen Dorffe in der großen Heyde, 30 und in der Schwalcken Heyde 12 Bauern sollen angesetzet werden. Der Gott, der Uhrheber aller Menschen und ihrer Wohnungen ist, bringe dieses große Werk selbst zum Stande zu seiner h. (heiligen) Ehre, des Vaterlandes, der Obrigk. Und Unterthanen und hiesiger Prediger Nutzen! Denn wo der Herr nicht diese Dörffer baut, so arbeiten umsonst die daran bauen. (Ps. 127) Was Gott angefangen, das wird er auch ausführen. Ist es Werk von Gott, so wird es geschehen, ist es aber Menschen – Werk allein, so wird es untergehen“.

 

Ein Auszug aus dem Taufregister der Kirchengemeinde Ducherow für das Jahr 1758. Der dortige Pastor stellt an das Ende der Liste der in der Pfarre zu Ducherow im Jahre 1758 Geborenen und Getauften folgende Sätze: „Summa 14 Kinder“.

„No.: So wenig sind in undenckl. Jahren in dieser Gemeinde nicht gebohren und wiedergebohren. Allein das ist kein Wunder, sondern es gehet ganz natürl. zu, wen man bedenket, dass alle junge Manns – Persohnen zu Soldaten weggenommen, und nichts als alte oder junge Ehemänner und jüngere übrig geblieben; die alten Männer sterben mit den jungen Männern, von Angst, Schrecken, Furcht, Sclaverei, in Krieges – und Hofe – Diensten, in Ducherow, als worinnen jetzo 25 Wittwen sind. Zu Busow stehen die meisten Häuser leer, weil der Arrhandator Cap. Helm so wirthschafftet, dass alles davon läuft. In Bugewitz sind wenig Einwohner, Gehöffte und Häuser und sehr viele wüste Stellen, die auch bleiben, weil Magistratus Anclam; auf vielen Königl. Befehlen, welche seit A. 1714 ergangen, dass alle wüsten Höfe und Stellen in den Dörfern wieder aufgebauet werden sollten, keine Partition leistet, und dahero seit 1749 alle Heyden und Brücher ausrohden lassen und mit Colonisten zu Leopoldshagen  und Kalkstein besetzen lassen muß. Alß welche beyden Dörffer, ob sie gleich würckl. Auf der Bugg. Feldmarcht angeleget, dennnoch de facto Pastori Duch. entzogen, und Past. Bargisch. welcher 2 Meilen davon entfernt, da ich mitten unter ihnen wohne, beygeleget worden. Und nun lauret mann auf meinen Tod, und dann ist Magistr. Ancl. Willens, Buggewitz von der Ducherower Pfarre abzureißen, und daselbst einen Prediger zu setzen, und aus Bugg., Leopoldsh., und Kalkstein eine eigene Pfarre zu machen. Sie beschließen diesen Rath, wie ich gewiß weiß, sie bereden sich darüber, ob aber was daraus werden dürfte, stehet bey Gott und Emmanuel.“

Erarbeitet aus der von Pfarrer Dr. Harald Martin als Auszug aus dem Ducherower Sterbe- und Taufregister bereitgestellten Urschrift.

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