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Die Anklamer Stadtforst, von Forstmeister Otto Dudy, (Hoheheide) ;                     Seite 1

          Wald und Sumpf bedeckten in der Vorzeit gewaltige Flächen des heutigen Anklamer Kreises. Im Laufe der Zeit wurde zunächst die zusammenhängende Waldfläche unterbrochen durch Rodung und Urbarmachung für Ansiedlungen, bei deren zunehmender Ausdehnung dann der Wald immer weiter zurückgedrängt wurde. So hat sich in früherer Zeit der Bruchwald bis zum Vorwerk Eichenfelde erstreckt, wo sich auch bis zum Jahre 1856 die Försterei „Föhrde“ befand; diese wurde dann nach Zartenstrom verlegt, wo bis dahin, wie auch in Mörkerhorst, wohl nur ein Buschwächter wohnte. Das heutige Wiesenviertel – 487 Hektar – und auch mehr oder weniger die angrenzenden Wiesen der Gemeinde Leopoldshagen sind größtenteils lückiger Bruchwald gewesen, nach dessen Rodung Wiesen angelegt wurden. 1914 ist Zartenstrom neu gebaut, nachdem das alte Haus durch die Sturmflut in der Neujahrsnacht 1913-14 stark gelitten hatte.

       Das Forstamt Hoheheide ist im Anfang der 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts gebaut worden. ( 1912 abgebrannt und neu errichtet ). Der aus mächtigen alten Kiefern, Eichen und Buchen bestehende Wald reichte damals bis mindestens an die Landstraße und wurde zur Beschaffung von Dienstland für den Forstbeamten gerodet. Bis dahin bestand für die Hohe Heide eine Försterei in Bugewitz-Dorf. Hier, später in Hoheheide, wohnte seit 1840 der Stadtförster Schumann; er hat der Stadt 53 Jahre gedient und erhielt, wahrscheinlich zum 40-jährigen Jubiläum, den Titel „Oberförster“.

        Wann Heidemühl Försterei wurde, ist nicht bekannt; jedenfalls war dort in alten Zeiten eine Wassermühle in Betrieb, wie eine solche sich beim Dorf Bugewitz bis auf den heutigen Tag erhalten hat. Der Förster von Heidemühl wohnte bis ca. 1900 im jetzigen Gasthause, betrieb auch die Gastwirtschaft, wahrscheinlich nicht zum Vorteil für den Wald. Von Friedrich dem Großen sind 1748 die Dörfer Kalkstein und Leopoldshagen  nach Rodung des Waldes gegründet worden, benannt sind sie nach den Kriegskameraden und Freunden des Alten Fritz, Graf Kalkstein und Prinz Leopold von Anhalt - Dessau. Erwähnt sei hier auch noch, dass die Kolonisten von Leopoldshagen  und Kalkstein im Anfang „die Hohen Heider“ und „die Schwalken Heider“ Kolonisten genannt wurden.

       Der Wald ist ganz alter Besitz der Stadt Anklam und wird als solcher in der Chronik schon 1322, 1331 und 1348 erwähnt. Die dem Forstamt Hoheheide unterstellte Anklamer Stadtforst umfasst 1933 an Waldfläche 2306 Hektar, an Wiesen, Äckern pp.718 Hektar, zusammen 3024 Hektar. Er liegt in zwei annähernd gleich großen Blöcken, welche durch die zum Stadtgut Bugewitz gehörigen Felder und Wiesen verbunden sind, der Hohen Heide und dem Stadtbruch; hier besteht der Boden durchweg aus Torf (Niederungsmoor), der in einer bis zu 3 Mtr. Starken Schicht auf Seesand aufliegt. Der Baumbestand setzt sich in der Hauptsache aus Laubhölzern zusammen, die Birke herrscht bei weitem vor, zumal sie sich ohne Zutun des Menschen fast überall selbst ansamt. Recht wuchsfreudig ist auch die Eiche, die ein anerkannt gutes Holz liefert. Leider fehlen die jüngeren Altersklassen fast völlig, weil der gegen früher bedeutend angewachsene Wildbestand nichts aufkommen lässt. Reine Kiefern- Bestände gibt es nur im südlichen und südwestlichen, Fichte besonders im östlichen Teil, wo nach dem Haff zu ebenso wie am ganzen südlichen Rande des Bruchwaldes sich reine Erlenbestände finden, welche als Niederwald mit 30-jährigem Umtrieb bewirtschaftet werden. Nachdem 1932/33 nach erfolgter Eindeichung des ganzen Bruchreviers durch Errichtung eines Walles am Haff und Mühlgraben, durch Anlage von zwei

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