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 Von Stettin aus ließ Friedrich II. folgendes Angebot in den Zeitungen erscheinen:

       „ Demnach seine königliche Majestät allergnädigst resolviret die wüsten und mit Holz bewachsenen Oderbrüche in Pommern bei Stettin, Gart,  Damm, Golnow u. Greifenhagen urbar zu machen und solche zu dem Ende an Privatpersonen, auch ganze Communen, als Entreprenneurs zu 100 bis 300 Morgen, nach eines jeden Convenienz und Vermögen, gegen 10, 12, u.15 und mehrere Freijahre, erb- und eigentümlich, auf Kind und Kindeskinder, mittels geschlossener und von seiner königlichen Majestät höchst selbst confirmierter  Kontrakten nicht allein überlassen, sondern dieselben auch von der Werb- und Enrollierung zu befreien und ihnen noch andere Gerechtigkeiten, als Mühlen anzulegen, auch Bier zu brauen und solches zu verschenken, allergnädigst zu accordieren; so wird dieses zu jedermanns Wissenschaft bekannt gemacht und können diejenigen, sowohl In- als Ausländer, als auch solche Leute, die wegen der Enrollierung und anderer Ursachen halben sechs Jahre Lang außer Land gewesen und Lust haben auf der gleichen avantageuse Art sich hierselbst wieder niederzulassen, sich bei der königlichen preußischen Domänen- und Kriegskammer zu Stettin melden, da dann mit ihnen alles verabredet werden sollen.

                                             Stettin den 7. Januar 1747

Avertissement vom 04.Januar 1771 den ausländischen Familien, welche Lust haben in Sr. Maj. Von Preußen Lande zu ziehen. (Stettiner Reg. Archiv Kommissions Akten betr. Ablassung der Madü vol. IV.) :

       „ Im pommerschen Amte Colbatz werden, nachdem auf Sr. Kgl. Majestät Kosten daselbst die Madüe abgelassen wird, einige neue Dörfer angelegt, so mit ausländischen Familien besetzet werden sollen, und woselbst diejenigen Familien, so etwas Vermögen haben, sich ihre Höfe auf eigene Kosten aufzubauen, so viel Grundstücke, als sie gut zu bebauen im Stande sind, gegen einen mäßigen Zins nach einigen Freijahren erhalten können, für diejenigen Familien aber, welche nicht das Vermögen haben, um sämtliche Baukosten zu bestreiten, die Häuser auf Kgl. Kosten in Holz gerichtet und bei einem dergleichen Hause 12 – 15 Magdeb. Morgen Gartenland und Wiesenwachs zum Hopfenbau und Viehzucht gelegt werden, und da denn die Familien diese Häuser gegen Gewisse Freijahre völlig auszubauen haben und solche alsdann nebst denen dazu gelegten Grundstücken erb- u. eigentümlich besitzen. Auch werden daselbst ebenmäßig für diejenigen Familien, welche zu ihrem Etablissement aus eigenen Mitteln gar nichts verwenden können, ganz fertige Wohnungen auf Kgl. Kosten gebaut und bei einer dergl. Wohnung 4 – 5 Magdeb. Morgen Gartenland und Wiesenwachs geleget. Sämtliche aus- ländische Familien bekommen von der Grenze bis an den Ort ihres Etablissement für sich und zu Tranzportirung ihrer Effekten unentgeltlichen Vorspann, sind auch für sich und ihre Kinder von allen Militärdiensten befreit.

 

R ö d e n b e c k, Beiträge II. 373 :

. . .  „ dass unter den neuen Kolonisten viele Unwürdige gewesen sind, bei denen alle Vorschüsse und Unterstützungen verloren waren, kann nicht geleugnet werden ; aber es ist auch nicht in Abrede zu stellen, dass sie im Ganzen dem Lande von großem Nutzen gewesen sind und dass ihr Fleiß, ihre Betriebsamkeit sowie ihre mitgebrachten neuen Methoden in dieser und jener ländlichen Arbeit vielem der alten Landeseinwohner zur Aufmunterung gedient und sie zur Nachahmung bewogen haben . . .“

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