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Geschichts – Beiträge  von Pastor  Heinrich  A d a m y , Leopoldshagen :

       Schon bald nach seinem Regierungsantritt hatte König Friedrich II. Ausländer Eingeladen, sich auch in Pommern anzusiedeln, und seit dem werden immer von neuem die Patente „von den Wohltaten und Vorteilen vor die Auswärtigen, die sich in Kgl. Preußischen Landen niederlassen“ veröffentlicht.

Patente vom 27.Juli u. 21.Oktober 1740, 06.November 1742, 01.September 1747. Durch Patent vom 02.Mai 1764 werden „denjenigen auswärtigen Familien, welche sich in denen Städten der Provinz Pommern etablieren wollen, die vorteilhaftesten Bedingungen, unter welchen sie eingesetzt werden sollen“ versprochen. „Da nach Seiner Königlichen Majestät in Preußen allerhöchsten Intention, die in denen Städten der Provinz Pommern noch befindlichen wüsten Stellen wieder mit Häusern bebauet, und mit tüchtigen ausländischen Professionisten besetzet werden sollen. So werden denen Auswärtigen, welche gesonnen sind, sich als Handwerks – Leute in denen Städten der Provinz Pommern zu etablieren, diejenigen vorteilhafteste Bedingungen und Königliche Gnaden – Bezeugung, unter welchen sie, außer denen gewöhnlichen Colonisten – Freiheiten und Beneficiis in Seiner Majestät Landen daselbst angesetzt werden sollen, hiermit bekannt gemacht, dass 1. denjenigen vermögenden Professionisten, so sich in denen Städten etablieren, die darin vorhandenen wüsten Plätze geschenkt , ihnen auch zu Bebauung derselben das nötige  Bauholz umsonst gegeben, und wenn sie solchergestalt die Häuser erbauet, ihnen alsdann dieselben erb- und eigentümlich verschrieben werden; Wohin gegen Unvermögenden und besonders denen Wollspinner- Familien zu deren Unterkommen in konvenablen Gegenden aus Königlichen Kassen die Häuser erbauet, und unter der Bedingung, dass sie solche in baulichem Stande erhalten, geschenkt, mit einem kleinen Garten – Fleck versehen und zum Behuf der Landes- Manufakturen als Wollspinner angesetzt , auch ihnen frei Brennholz gegeben werden soll. Und da 2. bei denen vielen vorzunehmenden importanten Bauten auch viele Handwerker erfordert werden. So wird denen Ouvriers von auswärts, besonders aber denen Maurern, Zimmerleuten, Tischlern und Glasern hiermit bekannt gemacht, dass, so bald sie in der Provinz ankommen, und nicht auf Verdang arbeiten wollen, ihnen bei denen Itzigen wohlfeilen Preisen der Lebensmittel, täglich 8 Groschen gutes altes Geld an Arbeitslohn gegeben, ihnen auch, wenn sie von dem Orte ihrer Abreise glaubwürdig Attestate mitbringen, gleichfalls täglich 8 Groschen Reise – Geld bei ihrer Ankunft in Stettin aus der Königlichen Kasse ausgezahlt  werden soll, wobei zu merken, dass auf eine Tage – Reise 5 Mailen gerechnet werden; Wie dann auch 3. Alle diejenigen, so sich beschriebener Maßen in denen Städten etablieren, nebst den freien Meister – u. Bürger- Recht an noch eine drei – jährige Accise Freiheit und Exemtion von allen bürgerlichen Lasten sich zu erfreuen haben sollen und wird ihnen zugleich zum Überfluss wiederholentlich die völlige Sicherheit vom Enrollement zum Militär – Stande für sich und ihre Kinder hiermit versprochen. Übrigens können dieselben sich alles Schutzes und Hülfe versprechen, und Seiner Königlichen Majestät von Preußen besonderer Gnade gewärtig sein.

Vgl. Renoviertes Patent vom 08.April 1764, 06.Oktober 1769, 26.Oktober, 26.Oktober1770 und Geh. Staatsarchiv, Gen. Dir. Pomm. Kolonisten Sachen Gen. Nr.1

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