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Leopoldshagener Dorf und Kirchengeschichte unter König Friedrich II. von Preußen (4)

       Im Jahre 1752 gab es im Anklamer Stadteigentum ein großes Viehsterben (20).

Die Bauern hatten in diesem Jahre große Not. 1754 und 1755 waren Hungerjahre, in denen Wölfe selbst in der Nähe von Leopoldshagen  erlegt wurden (21).

Auf Beschuss des König Friedrich II. von Preußen wurde der bisherige kirchliche Feiertag „Verkündigung des Herrn“ am 25. März seit dem Jahre 1754 nicht mehr gefeiert, da es sich um einen katholischen Feiertag handelte (22). Es ist nicht bekannt, wann erstmals ein Einwohner katholischen Glaubens in Leopoldshagen  lebte, die ersten Ansiedler waren durchweg lutherisch. In Kalkstein wurden jedoch 2 Reformierte angesiedelt. (Die Colonisten Taxweiler und Frison.)

Kalkstein gehörte zum Kirchspiel Leopoldshagen  es gab in der Leopoldshagener Kirche die so genanten Kalksteiner Kirchenbänke, wo die Colonisten beim Gottesdienstbesuch saßen. Im Jahre 1754 wurde in Preußen offiziell die Folter abgeschafft (23). Bereits von Beginn ihrer Tätigkeit an legten die Ansiedler auf den Wiesenflächen zum Haff hin eine Reihe von Meliorationsgräben an (24). Bald nach ihrer Ankunft wurden die Kolonisten als preußische Untertanen vereidigt. Es könnte sich dabei um folgende Formel gehandelt haben,die erhalten geblieben ist(25):

Ich, N. N., schwöre hiermit zu Gott dem Allmächtigen einen körperlichen Eyth, dass Sr. Majestät in Preußen, unserem allergnädigsten König und Herrn, ich will gehorsam, treu und gewärtig sein; den Schaden nach Möglichkeit wahren und dagegen dero Nutzen fördern; die Dienste, so Sr. Majestät ich zu tun schuldig bin, gehorsamst und treulich verrichten, auch die Pächte, so ich geben muss, jährlich unfehlbar abstatten, sonsten deßwegen Se. Königl. Majestät und in dero Namen von dem Amtmanne zu N. mit befohlen wird, getreulich und gut zu verrichten, auch bei dem, was mir deretwegen anvertraut wird, ehrlich und aufrichtig zu handeln, nichts davon veruntreuen, nichts durch andere veruntreuen lassen, besonders da ich einen oder anderen auf Untreue betreffen möchte, selbige also bald dem Amtmann zu N. zur Nachricht und gebührlicher Bestrafung offenbaren, solches auch nicht verschweigen, weder um Geschenke und Gaben, Gunst oder Ungunst, Freundschaft oder Feindschaft, und was mich sonst von meiner schuldigen Pflicht abhalten möchte und mich jederzeit gegen S. K. Majestät und dero Beamten allzeit dergestalten verhalten, wie es einem getreuen Untertanen, davor ich mich erkenne, wohl anstehet und gebühret.

So wahr mir Gott helfen soll durch Jesum Christum. Amen.“

Am 21.Juni 1755 wurde die Gründung der Ortschaft Leopoldshagen  offiziell anerkannt Insgesamt waren 525 Hektar urbar gemacht worden (26). In den Jahren 1756/57 kam es durch die hohen Kriegsausgaben zu einer Inflation in Preußen, die sich durch eine Erhöhung der Lebensmittelpreise bemerkbar machte und sich im weiteren Verlauf der Kriegsjahre noch verschärfte (27).

Ps. Es folgt auf Seite 5 das Literaturverzeichnis. Diese Geschichts-Chronik ist Wahrheitsgetreu auf Grundlage der Beiträge von W.Lembrich und Pfarrer H.Adamy (aus der Frühgeschichte)  (Pfarrarchiv Leopoldshagen ) (Privatarchiv)  usw. zusammengestellt worden.

 

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