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Flurnamen in  L e o p o l d s h a g e n                                                                      Seite 1

       Die Flurnamen sind Bezeichnungen, die sich auf die einzelnen Teile der Flur beziehen. Unter Flur versteht man in der Flurnamenforschung nicht nur die Feldflur, d.h. die landwirtschaftlich genutzte Fläche mit ihren Äckern, Wiesen und Weiden, sondern die durch äußere Grenzen bestimmte gesamte Feldmark oder Gemarkung eines Dorfes, einer Gemeinde oder einer Stadt mit dem bebauten Feld und Grünland, mit Wäldern, Mooren, Bergen, Gewässern, Brücken, Denkmälern, Straßen außer- und innerhalb der Ortschaften und die Ortschaften mit ihren Ortsteilen und Gebäuden selbst. Es handelt sich also um die wissenschaftliche Erfassung, Erklärung und historische Interpretation der Ortsnamen im weitesten Sinne. Die meisten Flurnamen haben den gleichen Zweck wie die Straßennamen in einer Stadt. Sie sind notwendig zur Aufgliederung des Gebietes und zur Kennzeichnung der Lage und der Zugehörigkeit eines Grund- oder Flurstückes zum Unterschied von anderen. Man hat die Flurnamen auch „Ossenhoekernaams“ genannt,weil die Flurbezeichnungen Den Knechten, die mit ihren Ochsen zum Pflügen des Ackers auszogen, sagen sollten, in welchem Teil der Feldmark sie ihre Arbeit verrichten sollten. Auch als es noch keine Gutsfluren gab und die handtuchförmigen Streifen der Bauern in den verschiedenen Gewannen zerstreut lagen, war es nötig, diese durch Namen zu unterscheiden. Flurnamen sind in der Regel sehr oder  doch recht alt, können aber auch zu jeder Zeit neu entstehen. Insofern sie ältestes Sprachgut enthalten, können sie Zeugnis ablegen von der Geschichte unserer Heimat. Die Kolonisation des heutigen Mecklenburgs im 13. / 14. Jahrhundert ist für die Bestimmung des Alters der Flurnamen von ausschlaggebender Bedeutung. Die deutschen Namen haben hier ihre Altersgrenze. Aus slawischer Zeit lassen sich nur wenige Flurnamen mit Sicherheit nachweisen. Flurnamen haben ihren Wert für die Sprachgeschichte, Siedlungsforschung, Wirtschaftsgeschichte, Geschichtsforschung und Volkskunde. Eine verantwortungsvolle Erklärung der Flurnamen kann nur unter genauester Berücksichtigung der Mundart und der in ihr wirksamen Gesetze vorgenommen werden, wobei eine tiefgehende Kenntnis der siedlungs-, rechts- und wirtschaftsgeschichtlichen Verhältnisse sowie der Örtlichkeiten erforderlich ist. Der einzelne Name wird erst sinnvoll, wenn er in dem natürlich, geschichtlich oder seelisch – geistig bedingten Zusammenhang betrachtet wirt. Gedeutet kann er nur werden, wenn es gelungen ist, seine Stellung und Aufgabe innerhalb dieses Zusammenhanges im Hinblick auf die sprachliche, volkskundliche und geschichtliche Gewordene Eigenart der Landwirtschaft zu erkennen. Die Flurnamen von Leopoldshagen  sind viel jüngeren Datums, da dieser Ort erst Mitte des 18. Jahrhunderts entstand.

Als Flurnamen sind die folgenden Bezeichnungen bekannt:

1. Bauer Wiesen                                                                        erste Nennung: 1756

2. Birkhorst                                                                                        ---              1835

3. Brink                                                                                              ---              1756

4. Grönberg, Ortsteil                                                                          ---              1694

5. Grünbergsches Feld                                                                      ---              1756

6. Heyde – Feld                                                                                                               ---                   1756

                                                                                              

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