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Leopoldshagener Dorf und Kirchengeschichte unter König Friedrich II. von Preußen (3)

       Ihr Alltag sei schon nicht leicht, aber dass sie nun auch noch jeden Sonntag  den beschwerlichen Weg zur zuständigen Kirche nach Bargischow machen müssten, um den Gottesdienst besuchen zu können, das wäre das schwerste an ihrer Lage. Der Prinz möchte doch den König bitten, ihnen zu erlauben, eine eigene Kirche zu bauen.                              Sie wollten sich dafür erkenntlich zeigen, indem jeder auf der seinem eigenen Hofe gegenüberliegenden Seite ein kleines Häuschen aus eigenen Mitteln erbauen wollte, so dass der König weitere Ausländer ansiedeln könne“.

Der Prinz meinte daraufhin, dass der König wahrscheinlich das Angebot annehmen werde, jedoch sollten sie bescheiden sein und die Kirche nur so klein und einfach bauen, dass sie nicht mehr als 600 Taler dafür brauchten. Nun wurde gleich beim Landbaumeister K n ü p p e l eine Bauzeichnung bestellt, die man dem Prinzen bereits bei seiner Rückreise nach Stettin überreichen konnte. Der König genehmigte den Antrag und ließ sogar eine Kollekte ausschreiben. 1751 wurden die Gottesdienstbesucher aller preußischen Gemeinden aufgefordert, Geld für den Bau der Kirche in Leopoldshagen  zu spenden. Es ergab sich bald eine Summe von 1844 (oder 2504) Talern. Da man nun aber mehr als die ursprünglich gedachten 600 Taler hatte, wurde die Kirche etwas größer, als die Zeichnungen es auswiesen. Die Steine für das Fundament der Kirche wurden in Bargischow geborgen und angefahren (15). Am 6. März 1755 wurde der Knopf auf die Turmspitze gesetzt und darin Geld sowie ein Pergament eingelegt, worauf die Namen der Anklamer Ratsmitglieder verzeichnet sind (16). Am 12.Oktober 1755 wurde die Kirche eingeweiht. Die Errichtung der neuen Pfarre geschah durch die Stadt Anklam aber erst im Jahre 1763. Bis dahin übten die Seelsorge zunächst der Pfarrer von Ducherow, dann die von Kagendorf und Bargischow aus. Die geräumige rechteckige Fachwerkkirche mit westlichem Dachstuhl gibt Zeugnis vom Bemühen der neu entstandenen Gemeinde um die baldmögliche Errichtung einer eigenen Kirche (17). In der Kirche befinden sich folgende bemerkenswerte Kunstdenkmale (18): Aus der Mitte des 18. Jahrhunderts stammende Kanzelaltar, ein architektonischer Aufbau mit konkav geböschtem Kanzelkorb und Akanthusblattwangen. Gestühl und Westempore stammen ebenfalls aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Ein vergoldeter Silberkelch stammt bereits aus dem 15. Jahrhundert, ein weiterer von 1709. Die Kuppa -18. Jahrhundert, ein Leuchterpaar von 1755 gestiftet vom Colonisten Martin Bear und eine Patene , Silber vergoldet, von 1817 vervollständigen die Sammlung. Die Glocke wurde 1690 von Joachim E b e r l i n g  in Stralsund gegossen . Der Bau des Turmes bereitete offenbar den Arbeitern einige Schwierigkeiten, er ist etwas schief geraten (19). Auf der Westempore der Leopoldshagener Kirche findet sich eine Stettiner Grüneberg-Orgel die im Jahre 1872 von der Orgelbauanstalt B.Grüneberg gefertigt und eingebaut wurde.Sie trägt die Nr.140 und hat mit 9 Registern einen schönen vollen Klang. 

1.Register: Pedal – Coppel        Die Orgel hat ein Manual mit 32 weißen und 22 schwazen

2.Register: Subbass - 16 Fuß    Tasten. Das Fußpedal besitzt 27 Tasten, zusammen 81

3.Register: Mixtur - 3 Fach      Tasten. Als diese schöne Grüneberg-Orgel in die    

4.Register: Floete - 4 Fuß         Leopoldshagener Dorfkirche eingebaut wurde war der

5.Register: Gedackt - 8 Fuß      Pfarrer August Friedrich Wilhelm K l o p s c h im Amt.

6.Register: Salicional - 8 Fuß   Grüneberg-Orgeln sind in Pommerschen Kirchen sehr

7.Register: Bordun - 16 Fuß     oft zu finden. Erwähnt sei hier noch das die kleinste

8.Register: Octave - 4 Fuß        Orgelpfeife 17 mm und die größte 2400 mm misst.

9.Register: Principal - 8 Fuß    Es befinden sich insgesamt; 501 Pfeifen in dieser Orgel.

 

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