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Die verkehrstechnische Erschließung von  L e o p o l d s h a g e n                          Seite 3

       Lediglich bei Bombenangriffen auf Anklam wurde in Anklam selbst das Abfertigungsgebäude der MPSB zerstört und einige wenige Gleise, die bald wieder repariert waren. Nach der Eröffnung fuhren Täglich zwei Züge in jeder Richtung. Die Fahrt betrug von Anklam über Pasewalk – Prenzlau – Angermünde – Eberswalde nach Berlin 5 Stunden 20 Minuten. Bereits am 01. November 1863 erfolgte die Erstfahrt von Anklam nach Stralsund ( 7 ) und noch im selben Jahre die Eröffnung der Eisenbahnlinie Stettin – Pasewalk. ( 8 ) Im Jahre 1876 wurde die Linie Ducherow – Swinemünde eingeweiht und in Ducherow ein Abzweigebahnhof errichtet ( 9 ) , während 1884 die Teilstrecke Jatznick – Ueckermünde dem Verkehr übergeben wurde. ( 10 ) Im Jahre 1883 wurde die Anklamer Zuckerfabrik gegründet. ( 11 ) Alle Zuckerrüben mussten mit Pferdefuhrwagen hierher transportiert werden . Dies war sehr zeit- und kostenaufwendig, so dass der Plan gefasst wurde, den Kreis Anklam mit einem Kleinbahnnetz von 600 mm Spurweite zu überziehen mit Anschluss an das Kleinbahnnetz in Lassan und Friedland i. Meckl. . Die Mecklenburg – Pommersche – Schmalspurbahn AG ( MPSB ) wurde gebildet und mit dem Bau der Strecke begonnen. Die Strecke Anklam – Leopoldshagen  war in einem im Februar 1894 von der Betriebsdirektion in Friedland herausgegeben Erläuterungsbericht erstmals vorgesehen. Die Monzesion zum au wurde am 09. April 1894 erteilt und bereits am 02. Mai 1895 wurde der erste Teil von Anklam nach Bugewitz eröffnet, die Weiterführung von Bugewitz nach Leopoldshagen  wurde am 28. August 1896 eröffnet. Zunächst erfolgte nur ei Güterverkehr, der Reiseverkehr wurde einige Jahre später aufgenommen. Die Gesamtstrecke betrug 17,8 km. Für die Wasserversorgung der Lokomotiven wurde am Bahnhof ein Brunnen angelegt, der jedoch nicht sehr ergiebig war. Zur Aufbewahrung von Stückgütern wurde ein Güterschuppen gebaut. Allerdings erhielt Leopoldshagen keine Verladerampe. Da die Lokomotiven im Streckendienst ausschließlich mit Tendern fuhren, war man bestrebt, aus Sicherheitsgründen grundsätzlich vorwärts zu fahren. Die End- und anderen größeren Bahnhöfe waren deshalb bis auf zwei Ausnahmen mit Drehscheiben bzw. Gleisdreiecken zum Wenden von Lokomotiven oder ganzen Zügen ausgerüstet. Die Ausnahmen waren Janow und Leopoldshagen. Die Strecke von Anklam nach Leopoldshagen hatte einen recht lebhaften Verkehr. Täglich verkehrten zwei Zugpaare im Reiseverkehr, wobei alle Züge gleichzeitig auch dem Güterverkehr dienten. Eine Eisenbahnfahrt von Anklam nach Leopoldshagen  wird im „Anklamer Tageblatt“ von 18.06.1932 beschrieben. ( 11 a ) Unmittelbar nach Kriegsende wurde begonnen, die gesamte Bahnlinie Anklam – Leopoldshagen  sowie etliche weitere im Kreis Anklam zu demontieren und nach Russland abzutransportieren. Die Demontage war bis zum 20. September 1945 abgeschlossen. Der Kleinbahnbetrieb von Anklam nach Friedland blieb als einziger von allen MPSB - Strecken noch bis zum Jahre 1969 aufrecht erhalten, wurde jedoch immer unwirtschaftlicher, so dass er gänzlich eingestellt wurde und auch diese Bahnanlage demontiert wurde. ( 12 ) Nach 1945 war im Bahnhofsgebäude in Leopoldshagen  nur noch die Gaststätte eingerichtet, später wurde hier die Schulspeisung vorgenommen. Seit etwa 1975 hatte eine Kinderkrippe hier ihr Domizil aufgeschlagen. Nach der Wende 1989 kaufte Werner Hackbarth das Bahnhofsgebäude und baute es als sein Wohnhaus um.

Die verkehrstechnische Erschließung von  L e o p o l d s h a g e n  (Literaturverzeichnis)

( 1 ) Qu: „Anklamer Heimatkalender 1967“

( 2 ) Qu: Bollnow „Der Kreis Anklam“ Ein Heimatbuch des Kreises, Magdeburg 1935

( 3 ) Qu: Reuter „Herr von Hakensterz und seine Leibeigenen“ S. 57

( 4 ) Qu: Tageszeitung „Freie Erde“ vom 10.12.1979

( 5 ) Qu: „Anklamer Heimatkalender 1935“ S. 80 Brüggemann „Beschreibung                    

               Vor- und Hinterpommern“ Stettin 1779 S. CCLXII „Freie Erde“ vom 5.5.1988

( 6 ) Qu: „625 Jahre Jatznick“ Jatznick 1979

( 7 ) Qu: „Anklamer Heimatkalender“ 1971 – 73

( 8 ) Qu: wie (6)

( 9 ) Qu: wie (7) Wille „Usedom“ Leipzig 1983

(10) Qu: wie (6)

(11) Qu: „50 Jahre Pommersche Zuckerfabrik Anklam“ Anklam 1933

               „100 Jahre Zuckerfabrik Anklam“ Anklam 1983

(12) Qu: Knieper/Preuß/Rehbein „Schmalspurbahnarchiv“ Berlin 1980 „Anklamer

               Heimatkalender 1975“  Machel  „Die Mecklenburg – Pommersche 

               Schmalspurbahn“ Berlin 1984  „Greifswald – Stralsunder Jahrbuch“ Bd.13/14

               Weimar 1982 Jünemann „Die Rügenschen Kleinbahnen“ Berlin 1983

                AHK 1987

(11a) Qu: Heimatmuseum Anklam

 

                                                                                              

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