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Die verkehrstechnische Erschließung von  L e o p o l d s h a g e n                          Seite 2

5. von Mönkebude nach Grambin          ½  Meile

6. von Grambin nach Ueckermünde      ¼  Meile

                                                    Summa:  3  Meilen

In Ueckermünde kam Montags und Freitags in den Abendstunden die fahrende Post von Anklam an und wurde sofort nach Stettin abgefertigt. Von Stettin nach Anklam kam die Post Dienstags und Sonnabends nachts. Der Postkurs nach Ueckermünde war deshalb von Wichtigkeit, weil er Weiterbeförderungsmöglichkeiten nach Stettin bot, und zwar führte der Weg über den Mönkebergschen  Krug, Posthaus zu Daber, Falkenwalde, Nenenlehe, Warsow und Zabelsdorf. Diese Strecke betrug 7 Meilen. Nachdem die Eisenbahn Pasewalk – Stralsund 1863 in Betrieb genommen war, verlor dieser Postkurs an Bedeutung. Allerdings vermittelte später ein fahrender Landbriefträger bei beschränkter Personenbeförderung den Verkehr zwischen den Postagenturen Mönkebude, Leopoldshagen  und Ducherow nach Einrichtung dieser Postanstalten. Die Eröffnung der Kleinbahnstrecke Anklam – Leopoldshagen  1896 ließ auch diese Verbindung verschwinden. Ueckermünde erhielt seine Post jetzt von Borkenfriede. Um 1900 verschwand auch diese Postverbindung. ( 5 ) Sehr viel günstiger gestaltete sich die Erschließung durch die Eisenbahn. Im Jahre 1843 wurde die Bahnlinie Berlin – Stettin eröffnet. ( 6 ) Am 16. März 1863 wurde die Strecke von Berlin nach Anklam erstmals befahren, wobei Ducherow eine Bahnstation erhielt, die im selben Jahre eingeweiht wurde. Die Reisezeit von Anklam nach Leopoldshagen  betrug bei Errichtung der Strecke 81 Minuten, später konnte sie durch etwas höhere Geschwindigkeit auf 64 Minuten gesenkt werden. Die Strecke führte von Leopoldshagen  über Bugewitz, Rosenhagen, Eichenfelde und Bargischow nach Anklam. Die Reisezugeinheiten bestanden nach dem ersten Weltkrieg in der Regel aus einem der 1913 gebauten und bis zur Linieneinstellung benutzten vierachsigen Personenwagen und einem ebenfalls vierachsigen Gepäckwagen. Anfang der zwanziger Jahre bot sich der MPSB die günstige Gelegenheit des Ankaufs nicht mehr zum Einsatz gekommener Heeresfeldbahnlokomotiven, die Friedland zu Schlepptenderlokomotiven umgebaut wurden. 1925 wurde die erste Heißdampflokomotive eingesetzt. Seit Februar 1905 war geplant, ein Kleinbahngleis von Leopoldshagen  über Mönkebude – Meiersberg – Blumenthal nach Ferdinandshof zu verlegen. Diese in Leopoldshagen  an die MPSB- Strecke von Anklam anschließen Bahn sollte der örtliche Industrie um Ueckermünde dienen. Die durch sie ins Leben gerufene Initiative stieß beim Ueckermünder Kreistag jedoch auf unüberwindlichen Widerständen und führte letztlich im Januar 1912 zur Aufgabe des Projektes. In Leopoldshagen  existieren noch ein Privatgleis mit 600 m Spurweite. Der Sägewerksbesitzer Fritz  L a n g e  ließ sich einen Abzweig von der Kleinbahn bis auf sein Betriebsgelände verlegen  ( ca. 500 m ), dass er fuhr seine Holztransporte verwendete. Am 30. März 1937 wurde die „Landesbahndirektion Pommern“ gebildet, die ab       01.April 1937 die Betriebsführung der 24 pommerschen Kleinbahn, darunter die MPSB, übernahm. Die einzelnen Kleinbahngesellschaften blieben aber noch selbständig. An 01. Januar 1940 wurde das Unternehmen „Pommersche Landbahnen“ gegründet, dass auch die MPSB erfasste. Diese wurde als Aktiengesellschaft aufgelöst und aus dem Handelsregister gestrichen. Ihr Vermögen ging auf die „Landesbahnen“ über. Der Bahnbetrieb wurde bis in den April des Jahres 1945 auf dieser Strecke aufrechterhalten. Kriegsbeschädigungen hatte die gesamte Strecke nicht zu verzeichnen.

                                                                         

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