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Leopoldshagener und Kalksteiner Schulgeschichte von 1748 – 1930                      Seite 12

Ab dem 12. Lebensjahr kam noch der Konfirmandenunterricht hinzu. Bis 1918 war die Kirche Schulaufsichtsbehörde. Erst danach erfolgte vom Gesetzgeber die Trennung von Kirche und Staat und der Wegfall kirchlicher Fächer im Schulunterricht, während die Trennung von Küster- und Schulamt bereits im Jahre 1893 erfolgte.  ( 32 ) Leopoldshagen  gehörte 1914 zur „ Königlichen Kreisschulinspektion Anklam III “ unter Kreisschulinspektor Pastor W o e h l k e –Altwigshagen.  ( 33 ) Im Jahre 1914 bestand in Leopoldshagen  eine Fortbildungsschule.  ( 34 ) Die schulischen Verhältnisse bestanden fast unverändert bis zum Jahre 1918 fort. Erst in der Weimaer Republik wurde damit begonnen, Rückständigkeit auf diesem Gebiet zu beseitigen und die Schulgesetze den Bildungsstand der Bevölkerung zu erhöhen.

Einer der ersten Leopoldshagener Einwohner, wenn nicht gar der erste überhaupt, der seinen Sohn auf die Anklamer Ratsschule (seit 1847 Gymnasium) schickte, um ihn eine höhere Schulbildung  angedeihen zu lassen, war der erste Pastor der Gemeinde Joachim Heinrich G a ß. Sein Sohn Joachim Christian G a ß ( geb.: ca. 1763 ) besuchte die Ratsschule in Anklam und war im Jahre 1783 der sogenannte Judika – Redner der Schule. ( 35 )  Die Judikafeier erfolgte alljährlich an der Anklamer Schule bis zum Jahre 1944 aus Anlass Errettung der Stadt vor russischer Mordbrennerei im Jahre 1713. Man nimmt an, dass eventuell auch weitere Pastoren ihre Söhne auf höheren  Schulen schickten, darüber  existieren allerdings keine Unterlagen. Im Jahre 1847 wurde die Ratsschule in ein Gymnasium umgewandelt. Seit dieser Zeit sind die Schülerlisten bis mindestens 1922 vorhanden. Anhand dieser Schülerlisten ist zu ersehen, dass nur sehr wenige Leopoldshagener ihre Kinder auf das Gymnasium schicken.

Es sind die folgenden: ( 36 )

-         Ostern 1859 Hermann Ballschmiede, geb. am 3.9.1845, Sohn des Dorfschulzen,

                            besuchte ein Jahr das Gymnasium später Schiffskapitän,

                                  gestorben am 31.3.1890 in Leopoldshagen.

-         Ostern 1867 Hermann Brasch, geb. am 18.3.1855, Sohn des Dorfschulzen.

                            3 Jahre Gymnasium, 1902 Gastwirt in Lassan                                                                                   

-         Ostern 1868 Otto Brasch, geb. am 5.12.1858 in Leopoldshagen , 1902 Landwirt

                                  ebenda.

-         Ostern 1869 Wilhelm Schröder, geb. am 18.1.1860 in Leopoldshagen , als Sohn

                             des Viehkastrierers, bis 1880 auf dem Gymnasium.

                             1879 war er Judika – Redner, 1902 praktischer Arzt in Pasewalk.

-         Ostern 1903 Wilhelm Riehn, Sohn des Pastors.

-         Ostern 1904 Johannes Riehn, Sohn des Pastors.

-         Ostern 1904 Theodor Pyl, Sohn des Oberförsters. ( Oberförsterei Hoheheide )

-         Ostern 1907 Georg Riehn, Sohn des Pastors. ( gefallen im 1. Weltkrieg )

                                                                                              

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