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Leopoldshagener und Kalksteiner Schulgeschichte von 1748 – 1930                         Seite 6

schuldig wären, nachkommen können. Wir können ihnen nicht Kleider und Schuhe schaffen und müssen nur Gott danken, dass wir sie den Winter durchbringen und zur Schule halten. Den Sommer über müsse ein jeder sein Brot verdienen, und wäre für uns wohl unmöglich, sie anständig über die Straße nach der Schule zu schicken. Wir brauchen sie, so schwach sie sind, zu den schwersten Arbeiten und müssen es zu wenn wir nicht ganz zugrunde kommen wollen. Sollten wir nun überdem das ganze Jahr hindurch noch Schulgeld geben, so würde diese Last zu groß werden. Da wir aber in Erfahrung gebracht haben, dass die andern Colonien als Blumenthal, Heinrichswalde, Meiersberg, Schaberstörl, Hoppenwalde, Ahlbeck, Seegrund alle Freischulen haben, so sind wir versichert, der Rat wird uns auch diese Wohltat erzeigen und sich dadurch um unser und unserer Kinder zeitliches und ewiges Wohl verdient machen. Wir sind auch erbötig an unsern Teil einen kleinen jährlichen Beitrag zusammen- zubringen, damit nachher ein jeder seine Kinder zur Schule schicken könne, ohne etwas dafür zahlen zu müssen. Wir sind der Hoffnung, der Rat als Patron der Kirche und Schule werde uns keine Fehlbitte tun lassen, umsomehr, da uns von andern versichert worden, unser Gesuch werde uns nicht abgeschlagen werden, wenn wir uns gehörigen Ortes melden.

        Leopoldshagen  den 5. April 1784 Ew. Hoch-Edelgeboren

                                   Die gehorsamsten sämtlichen Colonisten,

                                   J. F. W e g e n e r  ( Schulze )

                                   Johann K r ü g e r ( Gerichtsmann )

Der Kämmerer der Stadt meldet daraufhin an den Rat;   ( 18 )

„Die Verordnung vom 24. Januar ist an alle Eigentumsdörfer gegangen und bekannt gemacht. Die Schulmeister wurden zitiert und angewiesen Berichtszettel monatlich zu senden. Allein beigehend erfolgt ein Protestation der Colonie Leopoldshagen, dass sie ihre Kinder den Sommer über nicht zur Schule schicken können. Es wird ihnen mitgeteilt dass es bei der Verordnung verbleibe und bei Ungehorsam ohnfehlbar Bestrafung erfolge. Wegen der Freischulen in den Coloniedörfern wird man sich erkundigen, ebenfalls um eine Unterstützung an höheren Ortes sich bemühen.“

                         Anliegen das Schreiben des Pastors v. S c h e v e n.

                         Anklam, 7. April 1784  S c h u l z  ( Kämmerer ).

Konsistorium an Bürgermeister und Rat zu Anklam;     ( 19 )  

„ H. Kämmerer  S c h u l z  zur Resolution;

dass die Colonie Leopoldshagen  sich abermals auch in dieser heilsamen Einrichtung nach der ganz eigenen Denkungsart sich in allen Stücken den Landesherrlichen Befehl und obrigkeitlichen Verordnung zu widersetzen gezeigt habe. H. Kämmerer habe dahero der Colonie nicht nur das Unschickliche ihres gemachten Einwandes ernstlich zu verweisen, sondern auch zu bedeuten, dass es bei der unterm 16. v. M. dieserhalb getroffenen, Verfügung sein unausbleibliches Bewenden habe, wie dann auch H.Kämmerer die ungehorsamen Colonisten,die ihre Kinder nicht zur Schule schicken                                                           

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