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Leopoldshagener und Kalksteiner Schulgeschichte von 1748 – 1930                         Seite 4

Die wirtschaftliche Stellung des Lehrers im benachbarten Kalkstein dürfte sich von der des Leopoldshagener Amtskollegen nur unwesentlich unterschieden haben. Schulmeister in Kalkstein war im Jahre 1777 der Schneider, Friedrich H a n n e m a n n. Er bewohnte einen Karten, der nur eine Stube hatte. Er hatte weder Acker noch Wiesen, sondern nur einen kleinen Platz zum Garten, welcher kaum einen Magdeburgischen Morgen ( = 2553,225 qm ) betrug. Er erhielt jährlich 8 Fuder Holz zur Feuerung, dagegen kein Gehalt. Er musste als Schneider sei Geld verdienen, um Leben zu können.  ( 12 ) Im allgemeinen richtete sich die Einnahme des Lehrers nach der Schülerzahl. Im Winter stiegen die Einnahmen auf täglich 27 Pfennig ( in Wussentin ). Während des Sommers half der Lehrer oft bei der Ernte und verdiente sich etwas Geld. ( 13 )

„ An den Magistrat zu Anklam Stettin 4. Januar 1784

Unterm 6. Juli 1735 und 12. August 1763 sind wichtige Verordnungen bekannt gemacht. Es zeigen sich die nachteiligsten Folgen des versäumten Unterrichts in der Religion und anderen Kenntnissen. Bringt die Verordnung auf``s neue in Erinnerung. Es muss die Zahl der verständigen und geschickten, fleißigen, ordentlichen, ehrlichen und gehorsamen, kurz christlich gesinnten und tugendhaften Untertanen vermehrt werden. Eltern sind anzuhalten, Kinder regelmäßig in die Schule zu schicken, Schulhäuser zu bauen, für gute Schulhalter zu sorgen.

                                           Kgl. Preußisch – Pommersches  Konsistorium. “  

Der Magistrat ordnet darauf an;

„Schulmeister sollen monatlich Berichtszettel an die Kämmerei schicken. Die ungehorsamen und widerspenstigen Eltern mit Gefängnisstrafe und Spanischen Mantel zu bestrafen, bis selbige sich bequemen, ihre Kinder ordentlich zur Schule zu schicken. Die Kämmerei soll mit Nachdruck darauf halten, dass  besondere Hirten bei dem Vieh gehalten werden, als wozu besonders die Kinder  im Sommer gebraucht werden. Der König hat vor einigen Jahren 100.000 Rtr. Zur Verbesserung der Schulen auf dem Lande ausgesetzt. In Stettin anfragen, ob auch für die vorpommerschen Stadteigentumsschulen etwas gereicht würde.

                                              16.März 1784    Bürgermeister und Rat. “        ( 15 )

Pastor  von  S c h e v e n – Leopoldshagen  schreibt an den Rat zu Anklam:

„ Die Beschaffenheit des Schulunterrichts ist in Leopoldshagen  so schlecht wie wohl in keinem anderen Ort. Von Weihnachten einige wenige von Martini bis höchstens 8 Tage vor Ostern gehen die Kinder zur Schule. Alle Ermahnungen sind fruchtlos und in den Wind geredet. Wir sind freie Leute, können mit unseren Kindern machen, was wir wollen. Unwissenheit und Laster breiten sich immer mehr aus.“   ( 16 )

                                                                                              

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