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Leopoldshagener und Kalksteiner Schulgeschichte  von 1748 – 1930                 Seite 3     

nur lesen und schreiben können, aber zur Information der Kinder sehr ungeschult sind, nehmen muss und für ein solch geringes Gehalt keine besseren bekommen kann … Das beste Hilfsmittel, diesem mangelhaften Schulwesen abzuhelfen, würde kein anderes sein, als dass das gar schlechte Gehalt der Schulleute gebessert und ihnen aus den gemeinen Wiesen ein Platz von ein paar Fuder Heu und von der Gemeinde -Weide oder Acker ein Platz zu etwa 1 Morgen ausgemittelt, auch ihnen an den Orten, wo die Kirchen die die Mittel haben, einige Taler zugelegt, auch von der Gemeinde ein paar Scheffel Getreide jährlich zugebilligt werden möchte.

Wollten auch Seine Königliche Majestät bei ihren Ämtern – Pfarren aus den Amtsgefällen den Schulmeistern ein kleines Gehalt allergnädigst assignieren zu lassen und den Magistraten in den Städten allergnädigst zu erlauben geruhen, aus den Kammergefällen den Schulmeistern ein augmentum salarii auszumitteln, denen von Adel aber anzubefehlen, den unter ihrem Patronat stehenden Schulmeister zu einer notdürftigen Zulage zu verhelfen, so würde ( man ) imstande sein, dafür zu sorgen, dass mehr tüchtige und geschickte Schulmeister angenommen werden können, wodurch das Schulwesen überhaupt zu merklichen Aufnahme kommen dürfte.“  ( 8 )

In Leopoldshagen  gab es 1768 und noch lange danach nur die sogenannte Winterschule. Die Kinder gingen nur in den Wintermonaten von Matini  ( 11. November ) bis Plugmarien ( 25. März ) zur Schule, da sie in den übrigen Monaten in die landwirtschaftlichen Arbeiten auf den elterlichen Höfen eingespannt waren. Erst viele Jahre später gab es auch die Sommerschule, wenngleich auch hier nur an zwei Tagen in der Woche morgens, mittags und abends gelehrt wurde, während der Erntezeit aber auch nicht.  (9 ) 1773 wird erneut ein Küster in Leopoldshagen  erwähnt.  ( 10 ) Schulmeister waren meistens freie Leute. Die meisten von ihnen waren Handwerker. Die Söhne der Bauern mussten in der Dienstuntertänigkeit bleiben. Wenn aber ein Bauernsohn schwächlich war, und so für die schwere Feldarbeit nicht in Frage kam, durfte er ein Handwerk lernen. Er musste sich dann freikaufen von der Untertänigkeit mit 20 bis 30 Talern. Die Bewerber für eine Schulmeisterstelle mussten sich zunächst beim Pastor der Gemeinde melden, falls diesem der Bewerber brauchbar erschien, wendete er sich an den Magistrat in Anklam mit der Bitte, ihn in die Stelle zu berufen. Der Magistrat ließ dann den Bewerber durch den Präpositus prüfen und erst auf dessen Günstiges Urteil erhielt der Bewerber die Berufung ( Vocation ). Wenn nun der Pastor dem Magistrat oder umgekehrt der Magistrat dem Pastor vorgriff, wurde gleich protestiert und der Übergangene verweigerte dann die Annahme.

„ Kriegs und Domänenkammer Stettin 12. Januar 1769 ;

Der Erfolg in den Schulen ist gering, da die Eltern auf dem platten Lande ihre Kinder in den Sommermonaten von der Schule zurückhalten und zur Feldarbeit gebrauchen. Magistrat soll die Schulzen und Gerichte in den Eigentumsdörfern instruieren, die Eltern anzuhalten, dass sie ihre Kinder in 3 Sommermonaten wöchentlich wenigstens zweimal, die übrigen Monate täglich in den gesetzten Stunden zur Schule schicken müssen. Sollten Eltern Kinder ohne Grund zurückhalten, soll der Magistrat die Eltern selber anweisen und bei längerer Weigerung bestrafen.“   ( 11 )                                                    

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