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Die Leopoldshagener und Kalksteiner Schulgeschichte von 1748 – 1930                  Seite 1

Leopoldshagen , von der Gründung des Ortes bis zum Jahre 1952 zum Kreis A n k l a m gehörig, seit 1952 bedauerlich zum Kreis Ückermünde gehörig, wurde im Jahre 1748 im Zuge der friderizianischen Innencolonisation als Siedlungsplatz für 30 Colonisten und 30 Einlieger einschließlich Predigerhof neu angelegt. Es lebten zum Zeitpunkt der Gründung etwa 350 Personen im Ort. Die Bevölkerungszahl stieg dann allmählich an, erreichte um 1850 etwa 1000 Personen und blieb dann im Untersuchungszeitraum ungefähr gleich. Im Jahre 2005 sind es ca. mit Hoheheide 830 Personen. 

In den „Annahmepatenten“ (Ansiedlungsurkunden) der preußischen Regierung von 1747 wurde den Colonisten von Leopoldshagen  ein „Schulmeister“ auf teilweise Staatskosten zugesichert. Die meisten Siedlungsgemeinden erhielten für den Schulunterricht einen „Schulmeister“. Die Wohnung bestand aus einer einzigen niedrigen Wohnstube mittlerer Größe, zwei kleinen Kammern, einer so genannten schwarzen Flurküche mit offener Herdstelle unterm offenen Rauchfang und einem kleinen Viehstall, alles in leichtem Lehmfachwerk unter einem Stroh- oder Rohrdach. Die  mit Mauersteinen gepflasterte Küche erhielt ihr Licht vom offenen Herdfeuer und durch das kleine Oberlichtfenster der Außentür. Hinzu traten als Lichtquelle Kienspan oder Ölfunzeln. In seiner einzigen Stube  musste  der Schulmeister manchmal 40 bis 60 unregelmäßig kommende Kinder aller Altersstufen ohne Hilfsmittel unterrichten. Die Kosten für ein solches Schulmeisterhaus, beliefen sich auf 110 bis 115 Taler. Die Baukosten trug die Staatskasse, die auch das Bauholz liefert. ( 1 )

Bereits in Jahre 1735 war im preußischen Teil Pommerns die  Schulpflicht eingeführt worden.

Jedes Kind musste vom 5. bis 12. Lebensjahr die Schule besuchen. ( 2 )

Prinzipa Regulativa 1736 – Plan für die Landschulen:

Die Gemeinde errichtet das Schulgebäude. Der König ( Staat ) gibt das Bauholz. Türen, Fenster und Kachelöfen aus Kollekten. Der Schulmeister hat freie Weide für 1 Kuh mit Kalb, ein paar Schweine und Federvieh. Er erhält 2 Fuder Heu und 2 Fuder Stroh. Von jedem Bauern pro Hufe ¼ Scheffel Roggen, 2 Metze Gerste. Jedes schulpflichtige Kind, es gehe zur Schule oder nicht zahlt jährlich 4 gute Groschen. Ist der Schulmeister ein Handwerker, kann er sich schon ernähren, ist er keiner, so wird ihm erlaubt, in der Ernte 6 Wochen auf Tagelohn zu gehen. Er erhält 1 Morgen Land und hinter dem Haus einen Küchengarten. Der zweite Klingelbeutel ist für den Lehrer. ( 3 ) 

Im Jahre 1749 wird für Leopoldshagen erstmals urkundlich ein Küster genannt.                 Über sein Amt ist zu erfahren:

„ … Wenn sich herausstellen sollte, das die Gebühren nicht ausreichen, um seine Familie zu ernähren, dann sollte man bei Künftiger Besetzung dieser Küsterstelle darauf achten, dass ein solcher vorzüglich begabter Küster benannt werde, der nicht nur die zum Schuldienst erforderlichen Fähigkeiten besitzt, sondern auch zu einer besseren Existenz ein im Edikt vom 20. November 1722 bekanntes Handwerk erlernt hat.                                                                                              

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